Mit Ortner & Ortner, Kuehn Malvezzi und the next ENTERprise – architects waren drei international renommierte Architekturbüros eingeladen, in einem Zeitraum von rund drei Monaten Ideen für die Gestaltung des neuen Museums im Hanuschhof zu entwickeln. Nun steht der Sieger, der die Umgestaltung des zukünftig als „Palais Goëss-Horten“ firmierenden Gebäudes übernehmen wird, fest.

In einem hochklassigen Wettbewerb der Ideen fiel die Entscheidung der Museumsgründerin auf den ambitionierten Entwurf von the next ENTERprise – architects, vertreten durch Ernst Fuchs und Marie-Therese Harnoncourt. In ihrer Vision lässt das Architekten-Duo Historie und Gegenwart gekonnt aufeinandertreffen. Der Entwurf zielt darauf ab, das Potenzial des verwunschenen Stöckelgebäudes für ein modernes Museumsgebäude nutzbar zu machen: Kontrast zwischen Außen- und Innengestaltung kennzeichnen die Vision für das Museum mit „WOW!“- Effekt“.

Das Siegerprojekt – Ernst Fuchs und Marie-Therese Harnoncourt

„Als Architekten sind wir Experten für die Emotionalisierung von Raum – bei der Entwicklung einer Vision für das Palais Goëss-Horten standen wir vor der Herausforderung, Historie und Gegenwart symbiotisch zu verbinden. Es ist unser Ziel, dem historischen Stöckelgebäude durch Transformierung Signifikanz, Charme und Modernität zu verleihen.“ So the next ENTERprise – architects.

„Ich war tief beeindruckt, wie es den Architekten mit ihrer Idee gelungen ist, dem Hanuschhof eine Atmosphäre zu verleihen, die sowohl die Geschichte des Gebäudes respektiert als auch die Bedürfnisse eines in die Zukunft gerichteten Museums widerspiegelt.“ Zeigt sich Heidi Goëss-Horten begeistert von der Idee.

Ansicht Innenraum Palais Goëss Horten
Innenansicht Palais Goëss Horten

Während die Außenbegrünung dafür sorgt, dass sich das Museum unprätentiös in die Kulisse am Burggarten einfügt, schaffen versetzte, schwebende Ausstellungsebenen und unerwartete Blickachsen im Inneren einen effektvollen Rahmen für die Heidi Horten Collection.

„Heidi Goëss-Horten hat sich für die visionäre Idee von the next ENTERprise – architects entschieden – ich bin überzeugt, die Realisierung ihres Entwurfs wird einen mehr als würdigen Rahmen für die Heidi Horten Collection schaffen, auch deshalb, da sich die Architekten selbst immer wieder im Kunstkontext etablierten und über das richtige Gespür verfügen, ein individuelles „Passstück“ zu schaffen, das die vielfältige Kunstsammlung perfekt in Szene setzen wird“, so die designierte Direktorin Agnes Husslein-Arco.

Nach der Finalisierung des Architekturentwurfs soll noch in diesem Jahr die aufwendige Bauphase starten, um die Metamorphose des Stöckelgebäudes in ein von „Contemporariness“ geprägtes Museum bis Anfang 2022 zu realisieren.