Die österreichische Mäzenin Heidi Goëss-Horten wurde 1941 in Wien in ein kunstaffines Umfeld geboren. Ihr Vater, von Beruf Graveur, fertigte schon damals Zeichnungen seiner Tochter an, und auch Heidi Goëss-Horten entdeckte bereits als Kind ihre Liebe zur Kunst – eine Leidenschaft, die sie ihr gesamtes Leben begleiten sollte.

Im Jahr 1966 heiratete Heidi Goëss-Horten den deutschen Unternehmer Helmut Horten, mit dem sie ihre Passion für das Kunstsammeln entdeckte. Auf vielen gemeinsamen Reisen tätigten die beiden erste, bedeutende Ankäufe von Werken des deutschen Expressionismus oder Meistern der Moderne wie Marc Chagall, welche den Grundstein der künftigen Sammlung bilden sollten.

Heidi Goëss-Horten, die nach dem Tod ihres Mannes 1987 sehr zurückgezogen in Kärnten lebt, unterstützt als Vizepräsidentin seiner medizinischen Stiftung Hilfsorganisationen und Projekte in den Bereichen Medizin, Sport,  Tierschutz und Soziales und erhielt für ihr philantropisches Wirken und Engagement zahlreiche Ehrungen, zuletzt das wissenschaftliche Ehrenkreuz für Kunst und Kultur und das goldene Verdienstkreuz des Landes Kärnten.

In den 1990er Jahren begann Heidi Goëss-Horten, ihre eigene Kunstsammlung aufzubauen, und versammelte mit Werken von Picasso, Chagall, Nolde oder Warhol Ikonen der Kunstgeschichte unter einem Dach. Die nunmehr unter dem Namen Heidi Horten Collection bekannte, hochkarätige Sammlung wurde erstmals 2018 im Wiener Leopold Museum präsentiert und zog mehrere Hunderttausend Kunstbegeisterte aus aller Welt ins Museum.

Die Sammlerin, die seit 2015 mit Carl Anton Goëss verheiratet ist, lebt heute, umgeben von ihrer Kunst, in Kärnten. Sie hat ihre Leidenschaft für das Malen wiederaufleben lassen und ist regelmäßig in ihrem Atelier anzutreffen. So schenkte sie im Sommer 2019 ein selbst gemaltes Stillleben an das Tierschutzkompetenzzentrum (Tiko) in Klagenfurt, dessen Aufbau und Einsatz sie von Anfang an großzügigst unterstützt hat.

Mit der Gründung ihres Privatmuseums für ihre hochkarätige Kunstsammlung im Herzen von Wien reiht sich Heidi Goëss-Horten, von der internationalen Kunstsammlerplattform artnet unter die TOP 200 Collectors gewählt, in eine Riege mit bedeutenden Kunstmäzeninnen und –mäzenen, deren sammlerischer Feinsinn und Leidenschaft mit dem Bau des Museums für die Nachwelt erhalten bleiben wird.