Die von Heidi Goëss-Horten seit den frühen 1990er Jahren sorgfältig zusammengetragene Kunstsammlung enthält schwerpunktmäßig Werke der internationalen Moderne, des Neoexpressionismus und der amerikanischen Pop-Art und stellt eine der in Qualität und Dichte hochkarätigsten europäischen Privatsammlungen dar.

Der Aufbau der Sammlung erfolgte in mehreren Etappen. So erregte die stets um Diskretion und Anonymität bemühte Sammlerin mehrmals die Aufmerksamkeit internationaler Medien, als sie in einer einzigen Auktion in London zahlreiche Meisterwerke der modernen und zeitgenössischen Kunst um einen größeren Millionenbetrag erwarb und so der Sammlung quasi über Nacht kunsthistorische Bedeutung verlieh.

Um das Jahr 2000 zeigte die Sammlerin verstärktes Interesse an der zeitgenössischen Kunst – so war sie eine der ersten Unterstützerinnen des US-amerikanischen Künstlers George Condo. Bei einem Besuch in seinem New Yorker Studio erwarb Heidi Goëss-Horten gar 20 Gemälde auf einmal.

Um das Jahr 2000 zeigte die Sammlerin verstärktes Interesse an der zeitgenössischen Kunst – so war sie eine der ersten Unterstützerinnen des US-amerikanischen Künstlers George Condo. Bei einem Besuch in seinem New Yorker Studio erwarb Heidi Goëss-Horten gar 20 Gemälde auf einmal.

Julian Schnabel führte wiederum zwei Auftragsarbeiten für die Sammlerin aus und betitelte diese „For Heidi I“ und II.

Über die Galeristen Thaddaeus Ropac und Ben Brown lernte die Sammlerin europäische, lebende Künstler schätzen und erwarb ganze Werkblöcke des französischen Künstlerpaars Les Lalannes, des britischen Bildhauers Antony Gormley oder der deutschen Künstlerstars Georg Baselitz und Gerhard Richter.

Die Heidi Horten Collection umfasst heute mehrere hundert Werke, die Sammlung bietet einen repräsentativen Querschnitt der internationalen Kunstgeschichte von der klassischen Moderne bis zur Gegenwart mit dem deutschen Expressionismus mit Meisterwerken von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Emil Nolde und Max Pechstein, abstrakten Werkblöcke von Cy Twombly, Mark Rothko, oder Ernst Wilhelm Nay sowie die amerikanische Pop-Art mit Vertretern wie Andy Warhol, Jean-Michel Basquiat oder Roy Lichtenstein. Die internationale Ausrichtung der Sammlung wird durch bedeutende Werke von Marc Chagall, Georg Baselitz, Francis Bacon, Fernand Leger, Gerhard Richter, Yves Klein, Lucio Fontana oder Damien Hirst untermauert.

So kristallisierte sich langsam, aber stetig der kulturelle Wert dieser einmaligen Privatsammlung heraus. Was als Leidenschaft begonnen hatte, repräsentiert heute einen historischen Streifzug durch die westliche Kunstgeschichte der letzten einhundert Jahre. Betrachtet man die Sammlung, so lässt sich an ihr ablesen, wie sich einzelne Kunstströmungen herausgebildet haben, wie Künstler einander gegenseitig beeinflusst haben und worin das Revolutionäre im Œuvre jedes einzelnen Kunstschaffenden liegt. Mit den heutigen Sammlungsschwerpunkten der Kunst des Fin de Siècle in Österreich, des deutschen und des internationalen Expressionismus, der Arte Povera, der europäischen Nachkriegskunst und der Pop-Art ist die Heidi Horten Collection zu einer Sammlung mit musealem Charakter geworden.