Das Ausstellungsprogramm 2026 setzt diese Ausrichtung konkret um. Den Auftakt bildet die thematische Ausstellung ANIMALIA. Von Tieren und Menschen (27. März – 30. August 2026), die das Verhältnis von Mensch und Tier anhand von über 100 Werken des 20. und 21. Jahrhunderts untersucht. Historische und zeitgenössische Positionen eröffnen dabei neue Perspektiven auf Macht, Projektion und gesellschaftliche Strukturen.
Mit dem Betonporsche von Gottfried Bechtold (ab 29. April 2026) wird der Skulpturengarten der Heidi Horten Collection mit einem ikonischen Werk erweitert. Der 16 Tonnen schwere Abguss eines Porsche 911 wird auf dem sogenannten „Direktorinnenparkplatz“ vor dem Museum und stellt so auch Fragen nach Besitz und Privileg, nach Zugang und Ausschluss, nach der Symbolik von Macht im institutionellen Kontext.
Im Herbst folgt die große Einzelausstellung der deutsch-österreichischen Künstlerin Elisabeth von Samsonow (ab 17. September 2026), die ihr interdisziplinäres Werk erstmals umfassend präsentiert und deren Kunst darüber hinaus in Dialog mit der bestehenden Sammlung treten wird.
Im Herbst folgen noch die sammlungsbezogene Präsentation To Shoe Or Not To Shoe. Warhol and others, sowie das Kunstprojekt Weihnachtsbaum 2026.
Parallel dazu werden neue Diskurs- und Forschungsformate etabliert. Die Podcast-Reihe Talk im Tea Roomsowie das Programm Art Historian in Residence schaffen kontinuierliche Anknüpfungspunkte zwischen Sammlung, Wissenschaft und Öffentlichkeit. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in Ausstellungen, Vermittlungsangebote und die Weiterentwicklung der Sammlungspräsentation ein und erweitern das Archiv des Museums.
Auch die Kunstvermittlung wird weiterentwickelt. Schwerpunkte liegen auf inklusiven Angeboten, Programmen für Kinder und Jugendliche sowie kostenlosen Workshops für Schulklassen. Vermittlung wird dabei als integraler Bestandteil der Museumsarbeit verstanden.
Mit dieser Ausrichtung positioniert sich die Heidi Horten Collection als Museum, das seine Sammlung aktiv weiterdenkt, Forschung einbindet und Kunst als relevanten Bestandteil der Gegenwart vermittelt.





