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Bernard Buffet
Bernhard Buffet Foto Dina Morin
„Alles auf der Welt ist eine zukünftige Antiquität.”
Bernard Buffet
Bernard Buffet wird am 10. Juli 1928 in Paris geboren und wächst im Pariser Viertel Batignolles auf.
Seine Eltern Charles und Blanche Buffet, geborene Colombe, gehören der Mittelschicht an. Ihre Familien haben Wurzeln im Norden und Westen Frankreichs. Seine Mutter nimmt ihn oft mit in den Louvre. Als Zehnjähriger beginnt er sich für grafische Kunst zu interessieren. In der Zeit der deutschen Besatzung besucht er das Lycée Carnot und nimmt an Abendkursen der Stadt Paris teil, wo ihn 1942 Monsieur Darbefeuille das Zeichnen lehrt.
Nur zwei Jahre, von 1943 bis 1945 studiert er an der École nationale supérieur des Beaux-Arts im Atelier von Eugène Narbonne, dann beendet er nur 17-jährig seine Ausbildung, um als freischaffender Künstler zu leben. In dieser Zeit stirbt auch seine Mutter.
Frühe Erfolge
Buffet schließt sich der Kunstbewegung La Jeune Peinture der École de Paris an. Sein erstes Gemälde wird 1946 im Salon des moins de trente ans ausgestellt, der von der Galerie des Beaux Arts organisiert wird. Ab 1947 stellt er im Salon des Indépendants (Salon der Unabhängigen) und im Salon d’Automne (Herbstsalon) aus. Buffet erhält 1948 zusammen mit Bernard Lorjou, der mit mehreren Werken in der Heidi Horten Collection vertreten ist, den Prix de la Critique (Preis der Kritik) für sein Gemälde Deux hommes à table (Zwei Männer am Tisch) von 1947 und schließt sich der von Lorjou im selben Jahr gegründeten Malergruppe L’homme-témoin (Der Mensch als Zeuge) an, die die figurale Malerei gegenüber der abstrakten verteidigt. Buffet ist auch mit Maurice Utrillo, der in der Heidi Horten Collection vertreten ist, und Georges Rouault befreundet, die ihn 1948 dem Kunsthändler Maurice Girandin vorstellen, der ihn unter Vertrag nimmt.
Bernard Buffet, Deux Hommes à table (Zwei Männer am Tisch), 1947, Öl auf Leinwand
Bernard Buffet, Deux Hommes à table (Zwei Männer am Tisch), 1947 © Bildrecht Wien
Buffets Mal- und Zeichenstil
Er malt gerne in Serien wie 1954 zu den Schrecken des Krieges oder 1957 die kalligrafische Druckgrafikserie la voix humaine (die menschliche Stimme) nach Jean Cocteau. Berühmt sind auch seine unzähligen Clown-Porträts und seine japanischen Motive zum Kabuki-Theater. Buffet bleibt sein Leben lang ein figurativer Maler, der mit seinen Gemälden Geschichten erzählt. Zu seinen Vorbildern gehören Rembrandt, Van Gogh, Courbet und Géricault. Buffets Oeuvre umfasst mehr als 8.000 Gemälde sowie unzählige Druckgrafiken.
Buffet der Malerstar
Sein größter Sammler wird Jean Negulesco, der allein 1949 einundzwanzig Werke von Buffet ersteht. Er kann einige Arbeiten in Hollywood-Filmen wie Three Coins in the Fountain und How to Marry a Millionaire unterbringen und verkauft seinen amerikanischen Freunden, Schauspielern und Regisseuren wie Humphrey Bogart, Lauren Bacall, Alfred Hitchcock, Kirk Douglas und John Huston viele Gemälde des französischen Künstlers. Buffet erhält 1950 den Prix de Puvis de Chavannes.
Autorin: Verena Traeger